Hintergrund

Handlungsbedarf

In der Metropolregion Nürnberg, in der viele große, weltweit tätige Unternehmen und traditionelle Branchen ansässig sind, ist der Wettbewerb um die besten Fachkräfte besonders intensiv. Eine Arbeitslosenquote von unter fünf Prozent im Jahr 2012 erschwert es den Unternehmen zusätzlich, geeignete Fachkräfte in der Region zu finden. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sehen sich dabei besonders oft unterlegen. Denn auch sie können sich dem Druck nicht länger entziehen und müssen ihr Personalmanagement kontinuierlich weiterentwickeln, um ihre Fachkräftebasis und damit letztendlich auch ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Hinzu kommt, dass der demografische Wandel mit den Auswirkungen einer schrumpfenden und älter werdenden Bevölkerung auch im Freistaat Bayern verstärkt zu spüren ist. Laut regionalisierter Bevölkerungsvorausberechnung des Bayerischen Landesamts für Statistik ist für die Stadt Bayreuth mit ca. fünf Prozent und den Landkreis Bayreuth sogar mit zehn Prozent Bevölkerungsrückgang bis zum Jahr 2030 zu rechnen.
Neben den sinkenden Kinderzahlen, dem Nachwuchs von morgen, und den immer älter werdenden Belegschaften, durch die viele Unternehmen ihre Produktivität gefährdet sehen, ist es nicht zuletzt der vermehrte Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge, der bereits heute viele Unternehmen vor große Herausforderungen stellt. Nach Schätzungen des IHK Fachkräftemonitors werden in den nächsten fünf Jahren rund 55.000 Fachkräfte in der Region Oberfranken fehlen. Die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte wird für die Unternehmen und ganz besonders für KMU damit zunehmend zu einem erfolgswirksamen Engpassfaktor.“